Kleinod - Chororgel und Kachelofen

Chororgel aus Amsterdam
Chororgel aus Amsterdam

Für besondere Klangerlebnisse sorgt die Chororgel, welche 1851 in Amsterdam gebaut wurde und nun in restauriertem Zustand im Kloster steht.

Zu Klosterzeiten war in der Kirche neben der grossen Orgel im Mönchschor eine kleine Chororgel platziert. Die Chororgel diente als Begleitung des gregorianischen Chorals, bei Vespern und Komplets der Mönche. Nach der Aufhebung des Klosters und dem Verkauf des Chorgestühls erlag auch die kleine Orgel ihrem damaligen Schicksal und wurde abgeräumt. Teile davon wurden für den Orgelbau in der Kirche Pfaffnau verwendet. Eine spätere Rekonstruktion war wegen der massiven Beschädigung nicht mehr möglich.

Im April 2016 ist es dem Kloster St. Urban mit Unterstützung der Kulturförderung des Kantons Luzern,  dem Lotteriefonds (Swisslos-Fonds) und der Albert Köchlin Stiftung gelungen, eine Chororgel zu beschaffen, welche zwischen 1841 und 1851 in Amsterdam gebaut wurde. Diese hat im Laufe der Zeit ihren Besitzer verschiedentlich gewechselt und wurde nun umgebaut und restauriert. Dem Charakter nach verweist die Orgel auf die damalige Klosterzeit und steht künftig für verschiedene Anlässe im Kloster St. Urban zur Verfügung.

Historischer Kachelofen - ein Prunkstück aus Steckborn
Kachelofen aus Steckborn

Zahlreiche Kachelöfen des ehemaligen Klosters St. Urban wurden ab 1872 abgebaut und die schönsten Stücke in alle Welt verkauft. Einer der Öfen, der im Auftrag von Abt Robert Balthasar im Jahr 1732 in der Werkstatt des Hafnermeisters Daniel Meyer in Steckborn gebaut wurde, gelangte nach Solothurn. Im Jahr 2015 konnte das Prunkstück als ständige Leihgabe des Solothurner Museums Blumenstein nach St. Urban zurückgeführt werden.
Auf dem Kachelofen zeigt sich das Kloster auf besonders repräsentative Weise. Als Hauptmotiv ist die Klostergeschichte abgebildet. Andere Motive zeigen Phantasielandschaften und Phantasieburgen, inspiriert von der Bodenseelandschaft. In seinem Innern offenbart der historische Kachelofen seinen Betrachtern vor Ort einen überraschenden Einblick in seine handwerkliche Entstehungsgeschichte. Der neue, museale Standort befindet sich in der ehemaligen Abtei.
Der Wiederaufbau des Kachelofens wurde vom Bundesamt für Kultur gefördert und von der Denkmalpflege und der Dienststelle Immobilien des Kantons Luzern, der Direktion des Klosters St. Urban und von Fachspezialisten begleitet. Ausgeführt wurden die Hafnerarbeiten durch die Firma Origoni GmbH, Büron.