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 Sakristei


Das Kloster St. Urban besass bis zu der im Jahr 1848 durch den Stand Luzern verfügten Aufhebung eine grosszügig ausgestattete Sakristei mit einem überaus reichen Inventar. Hier standen für rund fünfzig Priester die liturgische Kleidung und das Kirchengerät bereit. Von diesem Schatz beliess man dem ersten Pfarrer der 1848 (Klosteraufhebung) gegründeten bescheidenen Landpfarrei St. Urban, was der praktische Gebrauch erforderte.

Die Sakristei wurde um 1720 unter der Leitung von Franz Beer, dem Architekten der Klosterkirche, erbaut. Es ist eine Wandpfeilerhalle ohne Galerie. Die feinen Stuckaturen stammen von den Gebrüdern Schmutzer. Die barocke Möblierung des Sakristeiraumes bestand ursprünglich aus sieben Nischenschränken an den Langswänden, zwei Schränken an der Stirnwand und einem grossen, längsrechteckigen und freistehenden Messmobil in der Raummitte, an welchem die Priester zum Messelesen sich umzogen und mit dem Notwendigen versahen. Die Möbel wurden nach 1860 alle aus der Sakristei entfernt. Später wurde der Raum umgestaltet und für Zwecke der Psychiatrischen Klinik genutzt.

1985 - 1989 schliesslich konnte die Sakristei in ihre ursprüngliche Gestalt zurückversetzt werden. Heute werden hier Gottesdienste und Andachten gefeiert. Mit den 1997 in die Mauernischen zurückgekehrten barocken Wandschränken erhielt der Raum wieder den Charakter einer grossen Klostersakristei.